Voilà

Der bequeme Hauslieferdienst

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Velostation
Bahnhofplatz 3a
5000 Aarau
Tel: 062 / 823 91 19
info@voila-aarau.ch

Dies ist ein Betrieb der TRINAMO AG.

Voilà ist gut unterwegs, auch ohne Werbung (Zofingertagblatt 13.4.2011)

Der Hauslieferdienst Voilà schreibt schwarze Zahlen. Und das ganz ohne Expansionspläne.

Von Heidi Hess

"Eine Urne oder eine Waschmaschine haben wir noch nie nach Hause geliefert", sagt Daniel Langenegger, stellvertretender Leiter des Hauslieferdienstes Voilà der Stadt Aarau. Bei den knapp 21000 Hauslieferungen im vergangenen Jahr, fast 2000 mehr als der Vorjahresrekord, transportierten die Velokuriere 2010 aber schon mal eine Näh- oder eine Kaffeemaschine. Die meisten Aufträge holen die Voilà-Fahrer bei den Grossverteilern Migros oder Coop in der Igelweid ab. Auch in der Apotheke Göldlin, wo nach dem Lebensmittelkauf in der Migros vielleicht noch eine Salbe oder der Hustensirup gekauft wird, holen die Kuriere regelmässig Einkäufe ab, zudem erledigen sie zahlreiche Auslieferungen für verschiedene Blumengeschäfte.

Guter Start in die Selbstständigkeit

"Im vergangenen Jahr ist die Rechnung für uns aufgegangen", sagt Thomas Widmer, Leiter des Hauslieferdienstes Voilà und der Velostation der Stadt Aarau. Kein Verlust, kein Gewinn. Dies ist umso erfreulicher, weil Voilà 2009 rote Zahlen schrieb.
Anfang 2010 hatte der Verein Aarau Aktiv dem bisherigen Betriebsleiter des Arbeitslosenprogramm Stollenwerkstatt auch die Gesamtverantwortung für den Hauslieferdienst überlassen und sich gleichzeitig aus dem Sponsoring zurückgezogen. Die Selbstständigkeit hat dem Hauslieferdienst nicht geschadet. Christoph Meier, Abteilungsleiter bei der Stollenwerkstatt, relativiert die schwarzen Zahlen dennoch: "Sie sind der Velostation zu verdanken. Ohne diese Unterstützung wäre Voilà leicht im Minus". Meier betont, dass Voilà wegen der Abnutzung von Velos oder Kurierjacken auch künftig kaum ohne Sponsoren auskommen könne.
Generiert der gute Geschäftsgang beim Non-Profit-Unternehmen Voilà Expansionsgelüste? Meier, Widmer und Langenegger winken ab. Zwar will man durchaus neue Kunden gewinnen. Die Kapazität von Voilà aber sei beschränkt. An Samstagen würden die Kuriere gegen 150 Aufträge ausführen. Damit sei die Obergrenze erreicht. Einen zuverlässigen Service ohne weitere Velokuriere können man sonst nicht mehr garantieren. "Deshalb", sagt Langenegger, "machen wir auch nicht viel Marketing für unseren Dienst." Ausbaubar wäre die Auftragslage höchstens unter der Woche. Wohl könnte sich Meier eine Annahmestelle im Gais-Center, wo auch Geschäfte wie Aldi oder Müller verkaufen, vorstellen: "Es ist allerdings üblich, dass interessierte Geschäfte auf uns zukommen."

Wo Voilà ausbauen möchte

Im Einkaufszentrum Telli beispielsweise existiert eine Voilà-Annahmestelle. Die Erfahrung zeigte aber, sagt Langenegger, dass der Hauslieferdienst weniger genutzt werde, sobald Läden und Einkaufszentren über ein Parkhaus und gute Zufahrtsmöglichkeiten für Automobilisten verfügten. Die Auftragslage wolle man deshalb am ehesten noch bei Coop an der Igelweid verbessern.
Den lokalen Geschäftsleitungen von Aldi oder dem Drogeriemarkt Müller im Gais-Center ist der Hauslieferdienst nicht bekannt. Aldi Suisse jedoch will auf Anfrage dieser Zeitung das Angebot prüfen.